Jubel: Mandzukic und Shaqiri wehren sich gegen Vorwürfe

Am vergangenen Samstag erreicht der deutsche Rekordmeister FC Bayern München nur ein 1:1 im bayrisch-fränkischen Derby mit dem 1. FC Nürnberg. ZU wenig für die Ansprüche der Münchner. Hinzu kommen jatzt aber noch Diskussionen um den Jubel von Mario Mandzukic und Xherdan Shaqiri. Nach dem Tor des Kroaten zum 0:1 in der 3. Minute zeigt er ebenso wie der aus dem Kosovo stammende Teamkollege einen Militär-Gruß, Ein Jubel-Gruß an kroatische Kriegs-Generäle? Wenn es nach dem Schweizer Internet-Portal „20 Minuten“ geht, ja.

Dem Portal zufolge sollen beide mit der Geste an die freigelassenen kroatischen Generälen Ante Gotovina und Mladen Markac erinnern. Das sehen beide Spieler aber komplett anders, bestreiten die Vorwürfe gegenüber der „Bild“. „Ich bin voller Emotionen in die Kurve gerannt, um dort das frühe Tor mit unseren Fans zu feiern. Der Jubel sah vielleicht etwas unglücklich aus. Aber ich habe schon öfter so gejubelt“, sagte Mandzukic der Zeitung. „Ich bin ein völlig unpolitischer Mensch. Der Tor-Jubel hat mit den Ereignissen um die Generäle überhaupt nichts zu tun.“ Auch Shaqiri reagierte perplex, will mit diesem Thema erst überhaupt nichts zu tun haben. „Ich bin einfach zu Mario gerannt, um mit ihm zu jubeln. Da etwas Politisches rein zu interpretieren, ist völlig falsch. Ich habe gar keine Ahnung, um was es da geht“, so der Schweizer.

Ante Gotovina und Mladen Markac wurden am Freitag vor der Berufungskammer des UNO-Kriegsverbrechertribunals im niederländischen Den Haag freigesprochen. Im vergangenen Jahr wurden sie wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 24 und 18 Jahren Haft verurteilt. Warum das Portal jetzt die Vorwürfe gegen beide Spieler erhebt, ist unklar. Allerdings scheint dem neutralen Zuschauer schnell klar, dass das nicht mehr als Anschuldigungen sind, die kaum zu halten sind. Denn schließlich ist der Jubel keine Erfindung von Mandzukic und Shaqiri, man sieht ihn in Europa an jedem Wochenende in vielen Stadien…