FC Bayern: Auch Ex-Nationaltorwart Kahn nimmt Neuer ins Visier

Unter der Woche besiegte die deutsche Nationalmannschaft in der WM-Quali wenig Kasachstan. Mit 4:1 schickte man dabei den völlig überforderten Gegner wieder nach Hause. Eigentlich kein Grund für schlechte Stimmung, wäre da nicht der herbe Patzer von Torwart Manuel Neuer.

Der Bayern Keeper verschätzte sich bei einem Zuspiel und ermöglichte so das zwischenzeitliche 3:1. Daraufhin wurde er von den Fans ausgepfiffen, was wiederum Bundestrainer Jogi Löw auf die Palme brachte. Nun kritisiert auch Ex Bayern Keeper Oliver Kahn seinen indirekten Nachfolger. Kahn sagt in der „Abendzeitung“: „Torhüter entscheiden Spiele, aber nicht dadurch, dass sie fußballerisch brillieren, sondern mit spielentscheidenden Reflexen und Paraden. So ermöglichst du als Torwart deiner Mannschaft Siege und Titel.“ Zwar sei es grundsätzlich „richtig, dass die Torhüter heute versuchen, viele Situationen spielerisch zu lösen, weil sie technisch sehr gut ausgebildet sind und wie ein Feldspieler mit ins Spiel einbezogen werden können. Aber es geht darum, das richtige Maß zu finden.“

Einen Tipp hat der Titan dann ach noch für Neuer parat: Große Torhüter wie Iker Casillas, Gianluigi Buffon, Edwin van der Sar oder Peter Schmeichel hätten „immer die optimale Mischung zwischen Risiko und Sicherheit gefunden. Als Torhüter musst du dich fragen: In welchem Verhältnis sollte das Risiko zu meinem Spiel stehen?“

Kahn wir selbst kein begnadeter Fußballer im Tor, seine Stärken lagen im reinen Torwartspiel. Aus diesem Grund hatte er 2006 auch seinen Platz in der DFB-Elf an Jens Lehman verloren.