Abstiegskampf: Fortuna-Manager kann Ausreden nicht mehr hören

Nachdem Aufsteiger Fortuna Düsseldorf nahezu perfekt in die Liga gestartet war, herrscht jetzt, vier Spieltage vor Schluss, dicke Luft. Nach schlechten Wochen ist man nun wieder Mitten im Abstiegskampf angekommen. Manager Wolf Werner hat die Nase voll und macht sich nach dem 1:2 in Hamburg Luft

„Unsere Ausreden kotzen mich an! Da kriege ich zu viel, da kriege ich den Rappel! Ich habe nicht gesehen, dass alle verstanden haben, wie Bundesliga funktioniert“, sagt Werner im Interview mit der „Bild“-Zeitung. „Das ist für mich unfassbar, wie wir die zwei Tore kassieren. Das ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar und hat auch nichts mit Qualität, sondern nur mit mangelnder Konzentration zu tun.“ Im Grunde hat er zwar Verständnis dafür, dass die Spieler immer versuchen, das Positive aus einer Partie mitzunehmen. „Es ist klar, dass die Spieler versuchen, das Positive rauszuziehen: Super, wie sie versucht haben, zurückzukommen“, so Werner. „Aber die Bundesliga ist brutal – das scheinen einige immer noch nicht begriffen zu haben.“

Auch Torhüter Fabian Giefer, der eigentlich schon mehrmals in der Saison der Matchwinner für die Fortunen war, musste sich in Acht nehmen: „Beide Tore sind entstanden, weil wir nicht voll konzentriert sind. Und weil ein gewisser Egoismus herrscht, das konnte man ja sehen: Den Ball fangen wollen – kurz vorher hat Adler beim HSV gezeigt, wie man es machen muss. Wenn man das nicht lernt, wird man in der Bundesliga bestraft.“